
Bei der Weggabelung Lidaun – Unter/Obereckschlag Bauern steht die sogenannte Kreuzfichte auf der viele Totenbretter hängen.
An diesem Baum erinnern die traditionellen "Totenbretter" an Vorfahren der Faistenauer. Diese alte Tradition symbolisiert den ewigen Kreislauf von Werden, Sein und Vergehen und steht für die Energien des Neuanfangs und der Wiedergeburt.
Diese Bretter stammen von den verstorbenen Bauern und Anrainern, die vorbei getragen oder gefahren wurden!
Dieser Brauch verschwand im Land Salzburg ziemlich gleichzeitig mit der Einführung der Sterbebilder.
In Faistenau pflegte man diesen Brauch bis zum Jahr 1956. Als Erinnerung an die Verstorbenen wurde das Totenbrett an einen Baum genagelt (Meistens eben an einer Wegkreuzung), von wo man den Toten mit einem Wagen oder Schlitten abholte.
Diese Totenbretter sind heute nur mehr im Lidauner-Gebiet erhalten. Der Grund dafür ist, dass dort die Straße sehr lange nicht ausgebaut wurde und daher die Verstorbenen, vor allem im Winter, bis zum nächstmöglichen Abholungspunkt getragen werden mussten. Auf dem Totenbrett hat man die Verstorbenen bereits zu Hause aufgebahrt und durch die Leichenstarre konnte man sie am Tag der Beerdigung sehr gut mit dem Brett befördern. (Aufzeichnung nach Gesprächen mit Zeitzeugen).
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Tourismusverband Faistenau
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